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Zitat Salzburger Nachrichten vom 17.08.2022:

"Vor etwas mehr als einem Jahr wurde meine Mutter, welche bis dahin ohne Hilfe mit meinem Vater gelebt hat, von massivsten Panikattacken heimgesucht. Diagnose: mittelschwere Demenz. Für mich als einziges Kind begann damit ein unfassbarer Spießrutenlauf. [...] In kürzester Zeit füllten Anträge und Gutachten einen ganzen Ordner. Dankenswerterweise fand ich stets offene Ohren für die Probleme, überall jedoch war eine resignative Hilflosigkeit spürbar. Unzählige Anrufe bei Pflegediensten, gehetzte Pflegerinnen, schließlich die 24-Stunden-Pflege. Mit ständig wechselnden, stets bemühten, jedoch der deutschen Sprache kaum mächtigen Pflegekräften war wiederum mein Vater überfordert. Nach einem dramatischen, auf ebendiese Überforderung zurückzuführenden Zwischenfall kam meine Mutter wieder ins Krankenhaus und schließlich drei Monate später endlich ins Pflegeheim. [...] Mein Vater verkraftete nach mehr als 60 Jahren Ehe diese Zäsur nicht. Diagnose: fortschreitende Demenz. Für mich bedeutete dies: mehr als 900 Anrufe meines Vaters in 30 Tagen auf meinem Handy, blank liegende Nerven, wiederum Gutachten, Anträge, Bitten und Betteln um einen Heimplatz. Eine 24-Stunden-Pflege kommt aus den erläuterten Gründen nicht infrage. Ganz nebenbei ist eine solche auf Dauer mit Pflegestufe 3 und 550 Euro Zuschuss einfach nicht leistbar.
Mein Vater liegt seit 14 Tagen auf der Psychiatrie, er wollte sich das Leben nehmen. Ich habe ihn rechtzeitig gefunden.

Es gibt in dieser Stadt etwa gleich viele leere Pflegebetten wie Heimanwärter, aber kein Personal!

Die Politik interessiert das Pflegethema nicht. Alte spielen als Wähler keine Rolle. Sollen sie doch hilflos und allein sterben, wen kümmert's? Ich könnte schreien. Wer schreit mit mir für bessere Entlohnung und anständige Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, die dann wohl auch wieder in diesen Beruf zurückkehren würden? [...]" ...
Quelle: Salzburger Nachrichten

Zitat ORF Oberösterreich vom 01.08.2022:

"Das Tabuthema Suizid ist seit Freitag wieder in den Schlagzeilen, nachdem eine 36-jährige Ärztin in Seewalchen am Attersee tot aufgefunden wurde. Auch die Telefonseelsorge merkt eine Sensibilisierung. [...]" ...
Quelle: ORF OÖ

Zitat Kurier.at vom 23.06.2022:

"Bluttat in Wien-Landstraße: Mann tötete Frau und beging dann Suizid. [...] Überforderung bei der Pflege der Frau dürfte der Grund für die Bluttat in Wien-Landstraße gewesen sein: Am Dienstag hatte die Polizei in einer Wohnung unweit des Rennweges die leblosen Körper eines 68-jährigen Mannes und einer 76-jährigen Frau gefunden.

Aufgrund der Ermittlungserkenntnisse wird davon ausgegangen, dass der Mann die Frau getötet und anschließend Suizid begangen hat. Die Tür der Wohnung sei von innen versperrt gewesen, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. [...] Hilfe für Gewalt-Betroffene gibt es hier [...] Wer Suizid-Gedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken dabei, sie zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist, kann sich an die Telefonseelsorge wenden [...]" ...
Quelle: kurier.at

Zitat ORF Science vom 28.04.2022:

"Bei den »Volksleiden« der psychischen Erkrankungen schlagen die Krankheit selbst und gesellschaftliche Stigmatisierung doppelt zu. Einen wesentlichen Anteil daran haben die Medien, hieß es Mittwochabend bei einem Hintergrundgespräch in Wien. Ein Leitfaden für stigmafreie Medienberichterstattung soll helfen. [...]" ...
Quelle: ORF Science

Zitat Der Tagesspiegel/ Deutschland vom 12.04.2022:

"Lebensmüdigkeit und Suizidgedanken werden bei Pflegebedürftigen oft bagatellisiert. Dabei könnte man hinhören – und handeln. [...] In Ferdinand von Schirachs viel diskutiertem Buch »Gott«, aus dem auch ein Fernsehfilm und ein Theaterstück entstanden, steht ein gesunder, selbstständig lebender Witwer Anfang 70 im Mittelpunkt, der aus dem Leben scheiden und dafür ärztliche Hilfe beanspruchen möchte.

Das Setting ermöglicht es, verschiedene Positionen zum ärztlich assistierten Suizid darzustellen, der durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 erneut in den Fokus geriet. Zugleich wirkt der fiktive Fall recht konstruiert. " ...
Quelle: Tagesspiegel.de

Zitat Salzburger Nachrichten vom 09.02.2022:

"Rund 950.000 Menschen pflegen Angehörige. Das kann oft überfordern. [...]" ...
Quelle: Salzburger Nachrichten

Zitat ORF Science vom 31.01.2022:

"Ärztinnen und Ärzte sind immer für ihre Patientinnen und Patienten da, wissen stets Rat und führen kompetent aus gesundheitlichen Krisen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie selbst oft wenig achtsam mit ihrer Gesundheit umgehen und sich Belastungen und daraus resultierende psychische Leiden schwer eingestehen können. [...]" ...
Quelle: ORF Science

Zitat Psychologie-Aktuell/ Deutschland vom 15.12.2021:

"Eine neue Online-Schulung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe vermittelt Pflegekräften und pflegenden Angehörigen Wissen zu Altersdepression und zum Umgang mit Suizidalität bei älteren Menschen. Die Suizidraten steigen mit dem Alter stark an. Etwa 40% aller Suizide werden von Menschen über 65 Jahren verübt (Todesursachenstatistik, Statistisches Bundesamt, 2021). Fast 90 % der jährlich über 9.000 Suizide und 150.000 Suizidversuche in Deutschland erfolgen vor dem Hintergrund einer oft nicht optimal behandelten psychischen Erkrankung, am häufigsten einer Depression. Deshalb ist eine Aufklärung über die Erkrankung Depression und die Suizidprävention im Altenpflegebereich besonders wichtig. [...]" ...
Quelle: Psychologie Aktuell

Zitat ORF Kärnten vom 09.09.2021:

"Am Donnerstag findet in Klagenfurt eine Fachtagung zur Suizidprävention statt. Experten aus dem In- und Ausland suchen Wege, um Suizide zu verhindern. Jedes Jahr sind in Kärnten 100 Menschen betroffen. Das Netzwerk von Hilfe in Notsituationen soll ausgebaut werden. [...]" ...
Quelle: ORF Ktn

Zitat ORF Kärnten vom 09.09.2021:

"Am Donnerstag findet in Klagenfurt eine Fachtagung zur Suizidprävention statt. Experten aus dem In- und Ausland suchen Wege, um Suizide zu verhindern. Jedes Jahr sind in Kärnten 100 Menschen betroffen. Das Netzwerk von Hilfe in Notsituationen soll ausgebaut werden. [...]" ...
Quelle: ORF Ktn


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