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Zitat Salzburger Nachrichten vom 23.09.2022:

"Es ist verwunderlich und bedauerlich, dass bei einer Prüfung zur/zum diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/-in in Salzburg so unterschiedliche Erfolgsquoten aufscheinen. Im Pongau sind ca. 1/4 der Schüler/-innen durchgefallen, dagegen im Pinzgau haben knapp 100% der Prüflinge bestanden. Sind die Pongauer/-innen für diesen Beruf, obwohl die praktische Prüfung mit Auszeichnung bestanden wurde, unfähig? Vielleicht steckt Prüfungsangst, Nervosität, dahinter? Zwei Jahre Corona haben die Ausbildung wesentlich erschwert. Fehlt es an Einfühlungsvermögen, an Sensibilität der Prüfungskommission? Die Schüler/-innen haben diesen Berufsweg aus voller Überzeugung, mit aller Hingabe gewählt, sich intensiv vorbereitet. Nun stehen sie vor der Entscheidung: Mit über 20 Jahren noch ein Jahr Schule, alles wieder von Anfang an, für einen Hungerlohn, der immer noch Unterstützung von den Eltern erfordert, oder Berufswechsel? Jeden Tag wird in den Medien über Fachkräftemangel im Pflege- und Spitalsbereich berichtet, überlegt, wie man dagegen ankämpft. Auf diese Art und Weise werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen. [...]" ...
Quelle: Salzburger Nachrichten

Zitat DerStandard vom 18.08.2022:

"Derzeit liegen weniger Covid-Kranke in Spitälern als zu Pandemiehöchstzeiten. Das Personal ist trotzdem am Limit, Betten werden gesperrt. Ist das schon Routine? [...] Ans Aufhören hat Cornelia Palmetzhofer noch nie gedacht. Ihren Job in der Pflege macht sie nach 30 Jahren in der Branche noch immer gern. Aber sie merke, wie sich die Situation – auch in ihrem Umfeld – zuspitze. [...] Bis zu 18 Prozent der Betten gesperrt [...] Urlaub, Krankenstände, Karenz, Fachkräftemangel [...] Kein Durchschnaufen mehr [...]" ...
Quelle: DerStandard

Zitat Salzburger Nachrichten vom 17.08.2022:

"Vor etwas mehr als einem Jahr wurde meine Mutter, welche bis dahin ohne Hilfe mit meinem Vater gelebt hat, von massivsten Panikattacken heimgesucht. Diagnose: mittelschwere Demenz. Für mich als einziges Kind begann damit ein unfassbarer Spießrutenlauf. [...] In kürzester Zeit füllten Anträge und Gutachten einen ganzen Ordner. Dankenswerterweise fand ich stets offene Ohren für die Probleme, überall jedoch war eine resignative Hilflosigkeit spürbar. Unzählige Anrufe bei Pflegediensten, gehetzte Pflegerinnen, schließlich die 24-Stunden-Pflege. Mit ständig wechselnden, stets bemühten, jedoch der deutschen Sprache kaum mächtigen Pflegekräften war wiederum mein Vater überfordert. Nach einem dramatischen, auf ebendiese Überforderung zurückzuführenden Zwischenfall kam meine Mutter wieder ins Krankenhaus und schließlich drei Monate später endlich ins Pflegeheim. [...] Mein Vater verkraftete nach mehr als 60 Jahren Ehe diese Zäsur nicht. Diagnose: fortschreitende Demenz. Für mich bedeutete dies: mehr als 900 Anrufe meines Vaters in 30 Tagen auf meinem Handy, blank liegende Nerven, wiederum Gutachten, Anträge, Bitten und Betteln um einen Heimplatz. Eine 24-Stunden-Pflege kommt aus den erläuterten Gründen nicht infrage. Ganz nebenbei ist eine solche auf Dauer mit Pflegestufe 3 und 550 Euro Zuschuss einfach nicht leistbar.
Mein Vater liegt seit 14 Tagen auf der Psychiatrie, er wollte sich das Leben nehmen. Ich habe ihn rechtzeitig gefunden.

Es gibt in dieser Stadt etwa gleich viele leere Pflegebetten wie Heimanwärter, aber kein Personal!

Die Politik interessiert das Pflegethema nicht. Alte spielen als Wähler keine Rolle. Sollen sie doch hilflos und allein sterben, wen kümmert's? Ich könnte schreien. Wer schreit mit mir für bessere Entlohnung und anständige Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, die dann wohl auch wieder in diesen Beruf zurückkehren würden? [...]" ...
Quelle: Salzburger Nachrichten

Zitat Kronen Zeitung Oberösterreich vom 08.08.2022:

"»Leider sehe ich, wie meine Frau nach einem Nachtdienst komplett fertig ist und es sie einfach überfordert. Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Pflegenden, der Gepflegten und der Angehörigen ist«, hat ein Oberösterreicher Angst, dass seine Ehefrau, die in der Altenpflege arbeitet, an der aktuellen Situation zerbricht. [...]" ...
Quelle: Kronen Zeitung

Zitat Niederösterreichische Nachrichten/ Hollabrunn vom 03.08.2022:

" Über Missstände in der Pflege, die virulent sind.

Was, wenn ich mich infiziere und umkippe? Die Sorgen, die eine bald 60-jährige Schmidatalerin, die als einzige Angehörige notgedrungen ihren Covid-kranken, betagten Vater pflegt, nun mit der Öffentlichkeit teilt, sind keine Kleinigkeit. Der eheste Termin, der ihr für eine kurzfristige Übergangspflege in Aussicht gestellt wurde, ist im Oktober. Ein Widerspruch in sich. Mobile Dienste winkten ab.

Die Frau will aufrütteln, denn es sei ja wohl unwahrscheinlich, dass sie die Einzige ist, die mit derartigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Wer nicht auf Familie oder Freunde zurückgreifen kann, ist schneller in einer scheinbar ausweglosen Situation, als man sich das vorstellen mag.

Gesundheits- und Pflegeberufe haben schon vor Corona Alarm geschlagen, dass es an Personal mangelt. Corona hat die Lage verschärft. Ein Licht am Ende des Tunnels, der Lage Herr zu werden, gibt‘s bis heute nicht. [...]" ...
Quelle: NÖN.at

Zitat Kleine Zeitung Steiermark vom 26.07.2022:

"Die private Betreuung von bedürftigen Verwandten ist weit verbreitet. Doch pflegende Angehörige geraten oft selbst an die Grenzen der Belastbarkeit. Eine von 62.000 steirischen Betroffenen berichtet. [...] »Hauptsächlich blieb alles an mir hängen. Meine Kinder, damals zehn und zwei Jahre alt, musste ich in der Zeit leider vernachlässigen. Ein eigenes Leben hat man kaum noch«, sagt Bianca Stanzer aus Krumegg. Die heute 38-Jährige hat bis vor wenigen Monaten ihre Schwiegermutter gepflegt, musste den eigenen Hof samt Obst- und Fleischhandel während dieser Zeit an ihren Mann abgeben. Eine kräftezehrende Aufgabe: »Anfangs war die Erkrankung noch nicht so schlimm.« Die Lage habe sich aber verschlechtert. [...]" ...
Quelle: Kleine Zeitung

Zitat News.at vom 22.07.2022:

"90-jährige Ehefrau des Opfers soll Feuer gelegt haben [...] Bei einem Zimmerbrand in der Nacht auf Donnerstag, bei dem ein 93-Jähriger ums Leben gekommen ist, wurde die Ehefrau wegen Mordverdachts festgenommen. Die 90-Jährige war mit der Pflege ihres Mannes überfordert, zudem gab es Streit mit der Hausverwaltung. Aus Verzweiflung soll sie dann laut Polizei mit Hilfe von Zeitungen das Feuer gelegt haben. Die Frau wollte danach Selbstmord begehen. [...] Am gestrigen Donnerstag machten Pflegeorganisationen, Gewerkschaft und Sozialversicherungsdachverband auf die Problematik aufmerksam. Sie sahen bei der Pflegereform der Bundesregierung noch Nachbesserungsbedarf. Die Entlastung pflegender Angehöriger ging ihnen nicht weit genug. So haben nur rund 24.000 der insgesamt rund 950.000 pflegenden Angehörigen Anspruch auf den Angehörigenbonus von 1.500 Euro. Voraussetzung sind nämlich Pflegestufe 4 und Selbst- oder Weiterversicherung der Angehörigen. Pensionisten, die laut Sozialversicherungs-Dachverband die Hälfte der Angehörigen-Pflege übernehmen, sind damit ausgeschlossen, wurde kritisiert. [...]" ...
Quelle: News.at

Zitat Oberösterreichische Nachrichten vom 20.07.2022:

"20 Prozent mehr Personal fordert deswegen die Arbeiterkammer Oberösterreich, um die bestehenden Mitarbeiter zu entlasten. [...] Das Spitalspersonal in den 18 Kliniken in Oberösterreich hat mehr als 2,5 Millionen Stunden Urlaub und Zeitguthaben aufgebaut – das entspricht rund 285 Jahren, die die Beschäftigten in den Bereichen Pflege, Medizinisch-Technischer Dienst, Hebammen und administratives Personal mit Stichtag 31. Dezember 2021 angesammelt haben. Ärzte sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt. [...]" ...
Quelle: OÖN

Zitat Kronen Zeitung Wien vom 02.07.2022:

"Überfordert mit Krankheit: Obwohl es immer Hilfsangebote von außen gibt, entschieden in Österreich fünf betagte Männer selbst über Leben und Tod, griffen zur Waffe, erschossen erst ihre Frauen und dann sich selbst ... [...]" ...
Quelle: Kronen Zeitung

Zitat NeueZeit.at vom 28.06.2022:

"Margit Maurer pflegt seit 15 Jahren ihren schwer beeinträchtigten Mann. Sie kann sich weder »Urlaub« von ihrer Pflegetätigkeit nehmen, noch bekommt sie einen Lohn für ihre Pflege-Arbeit. »Niemand spricht über die Rolle der pflegenden Angehörigen und die materielle und rechtliche Hilfe für sie«, schreibt Maurer. Im Leserinnenbrief an die NeueZeit fordert sie mehr staatliche Unterstützung für Menschen, die ihre Angehörigen pflegen. [...]" ...
Quelle: NeueZeit


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